Ökumenischer Pilgerweg
St. Jost im Fischbachtal

Tauferinnerungspfad

Die Eröffnung eines ökumenischen Pilgerwegs im Fischbachtal (2008) ist von der Vita des Hl. Jost vorgegeben: Er war als Königssohn bestimmt die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Aber er verzichtete auf diese weltliche Macht, um unserem Herrn Jesus Christus zu dienen. Er soll die königliche Krone auf den Boden geworfen haben. Da, wo die Krone den Boden berührt hat, ist eine Quelle entsprungen. So stand das Thema „Wasser“ bei der Eröffnung im Mittelpunkt und soll für alle Pilger ein Zeichen der spirituellen Reinigung und Erneuerung sein. Somit ist dieser Pilgerweg eine reale Möglichkeit uns an die tiefe spirituelle Bedeutung der Taufe als Sakrament zu erinnern. Durch das Hl. Sakrament der Taufe wissen wir uns als Christen ökumenisch vereint und daran soll dieser ökumenische Pilgerweg erinnern. Der Pilgerweg kann daher auch als „Tauferinnerungspfad“ erlebt und zu diesem Zweck von unterschiedlichen Gruppen benutzt werden.

Der „ökumenische“ Aspekt dieses Pilgerwegs soll der Tatsache Rechnung tragen, dass es auch bei uns im Fischbachtal viele Mischehen und insgesamt über 300 römisch-katholische Christen leben. So ist dieser Pilgerweg das erste „ökumenische Projekt“ im Fischbachtal und damit auch ein besonderer Pilgerweg in die europäische Ökumene. Der Eröffnungsgottesdienst am 28. Juni 2008 wurde von den Pfarrern M. Weber (ev.-lutherisch), F.-J. Hassemer (römisch-katholisch) und St. Crisan (griechisch-katholisch) gemeinsam gefeiert.

Der Patron des Pilgerwegs ist der Hl. Jost. Damit knüpfen wir an eine alte vorreformatorische Tradition im Fischbachtal an. St. Jost ist neben St. Jakobus der Patron der Pilger, was leider in Vergessenheit geraten ist. Wie die neuere Forschung belegt, haben die kleinen St. Jost Kapellen Wallfahrtsbedeutung für die ortsansässigen Pilger gehabt, die nicht in der Lage waren, an den großen Pilgerreisen teil zu nehmen. Möglicherweise hatte auch unsere St. Jost Kapelle eine solche Bedeutung.

Wir freuen uns sehr, dass wir schon von zahlreichen Gruppen Anfragen haben, die im Fischbachtal pilgern möchten.

(Michael Weber, Pfarrer)

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